Regulatorische Beratung und Koordination

Verfahren vor den Prüfungen festlegen

Prüfpflichten und Nachweise sind vor einer Beauftragung zu klären.

KC ist keine einheitliche Genehmigung. Die Koordination von KC-Zertifizierungsdiensten in Südkorea umfasst die passende produktspezifische Sicherheitsregelung, Prüfungen, Anträge, Nachweise und Kennzeichnung bis zur Markteinführung. Die gesetzlichen Pflichten des jeweiligen Herstellers oder Importeurs gehen nicht automatisch auf den Dienstleister über. Neben der Produktsicherheit können eine eigenständige RRA-Prüfung für Funk/EMV oder sektorale Zulassungen erforderlich sein. Ein CE-Prüfbericht oder ein KC-Zeichen allein belegt keine vollständige Konformität.

Verfahren vor den Prüfungen festlegen

Zunächst sind Produktkategorie, Verwendungszweck, Nutzeralter, elektrische Nenndaten, Funkfunktionen und einschlägige koreanische Produktlisten festzustellen. Die folgende Matrix unterstützt nur die erste Zuordnung; vor der Prüfbeauftragung müssen die aktuellen Kategorien und Normen bei der zuständigen Stelle geprüft werden.

Möglicher RechtswegWas im Projekt zu prüfen ist
Elektrische Sicherheitszertifizierungbei gelisteten Produkten Prüfungen durch die zuständige Stelle, gegebenenfalls Betriebsbewertung und Zertifikat vor Freigabe einplanen.
Elektrische Sicherheitsbestätigungfür die einschlägige Kategorie einen vorgeschriebenen Test bei der bestimmten Stelle durchführen und die erforderliche Meldung abgeben; der Bericht ist kein Zertifikat.
Lieferantenkonformität für ElektrikPrüfungen und Nachweise organisieren und die produktspezifische Meldung prüfen; nicht immer ist eine Drittzertifizierung nötig.
Verbraucher- und Kinderproduktedas Safety Control Act bzw. spezielle Kinderprodukterecht prüfen; Zertifizierung, Bestätigung, Lieferantennachweis und Normeinhaltung sind verschieden.
Rundfunk- und Kommunikationsgeräte (Funk oder einschlägige EMV)RRA-Zertifizierung, Registrierung oder vorläufige Bewertung gesondert prüfen, gegebenenfalls zusätzlich zur elektrischen Sicherheit.

Die RRA-Prüfung betrifft nicht nur Geräte mit Funksender: Als Beispiele für die Registrierung nennt RRA auch Computer und Peripheriegeräte. Die KATS-Bekanntmachung 2026-273 vom 11. September 2026 aktualisierte Verwaltungscodes und Verzeichnisse der Sicherheitsnormen. Das verlangt eine aktuelle Einzelfallprüfung, beweist aber keine Regulierung jedes Modells.

Unterlagenpaket für die korrekte Musterzuordnung

Für jedes Grundmodell und jede Variante wird ein versionsgeführter Eingangssatz angelegt. Der koreanische Antragsteller und der tatsächliche Fertigungsstandort müssen vor der Laborbeauftragung feststehen, damit Berichte, Zertifikate und Etiketten dasselbe Produkt betreffen.

Die Antragsberechtigung hängt vom Verfahren ab. Nicht für jedes KC-Verfahren muss zwingend ein koreanischer Importeur Zertifikatsinhaber sein; ebenso wenig darf ein privater Koordinator automatisch im eigenen Namen einreichen. KATS unterscheidet Hersteller- und Importeurrollen und verlangt bei Vertretung einen Vollmachtsnachweis. Vor Einreichung sind die Vorgaben der zuständigen Stelle zu klären.

  • Fotos des Produkts, der Verpackung, des Typenschilds und aller Zubehörteile.
  • Grundmodelle/Varianten, Handelsname, Hersteller, Betriebsanschrift, koreanischer Importeur/Antragsteller.
  • Verwendungszweck, Nutzeralter, Merkmale, Eingangs-/Ausgangsleistung und Stromversorgung.
  • Sicherheitsrelevante Teile mit Hersteller und Nummer; bei Bedarf Schaltplan und Isolationsangaben.
  • Anleitung, Warnhinweise und Entwurf der koreanischen Kennzeichnung.
  • Funktechniken, Frequenzbänder, Firmwareversionen und vorhandene Prüfberichte.
  • Revisionsgekennzeichnete Muster und dokumentierte Genehmigung von Hardware-/Softwareänderungen.

Sieben kontrollierte Übergaben bis zur Freigabe

Der Ablauf ist ein organisatorisches Vorgehen, keine gesetzliche Frist. Unabhängige Verfahren dürfen nach bestätigter Abgrenzung parallel geführt werden. Weder Eingangsbestätigung noch positiver Prüfbericht noch ein Entwurf des KC-Etiketts sind bereits die erforderliche amtliche Freigabe.

Schritt / ZuständigkeitAbschlussnachweis
1. Umfang bestätigenHersteller/Importeur billigt Verfahrens- und Modellkarte samt offener Fragen.
2. Stellen auswählenKoordinator prüft Benennung und Prüfumfang; Ergebnis: Aufträge und Rollen.
3. Muster einfrierenWerk dokumentiert produktionsnahes Gerät, Software und Kennzeichen; Ergebnis: Musterregister.
4. Prüfen/inspektierenzuständige Stelle führt Tests und gegebenenfalls Werksaudit durch; Ergebnis: Berichte.
5. NachbessernHersteller beseitigt Abweichungen und stimmt Nachprüfungen ab; Ergebnis: Abschlussnachweise.
6. Amtlich einreichenberechtigter Antragsteller oder Bevollmächtigter stellt den notwendigen Antrag; Ergebnis: Bescheid, angenommene Meldung oder Registrierung.
7. Freigabe überwachenImporteur kontrolliert Nummern, koreanische Angaben und Nebenverfahren; Ergebnis: Freigabeentscheid und Änderungsregister.

Prüfung, Entscheidung und Einreichung sind getrennte Schritte

Für die elektrische Sicherheitszertifizierung beschreibt KATS Produktprüfungen und eine Betriebsprüfung; bei Safety Confirmation folgt auf eine Prüfung durch eine bestimmte Prüfstelle die Meldung an die Zertifizierungsstelle. Für bestimmte elektrische Produkte mit Lieferantenkonformität nennt KATS eigene oder externe Prüfungen und anwendbare Meldungen. Verbraucher- und Kinderprodukte haben andere Regelungen. Eine RRA-Zertifizierung, Registrierung oder vorläufige Bewertung nach dem Radio Waves Act ersetzt keine elektrische Sicherheitsmaßnahme. Form, Sprache, Berechtigung und Laboranerkennung sind produktspezifisch zu klären.

Bei gewöhnlichen Verbraucherprodukten hängt der Abschlussnachweis von der gelisteten Kategorie ab. Nach KATS müssen Hersteller oder Importeure bei der Lieferantenkonformität die Einhaltung belegen und die vorgeschriebene Kennzeichnung anbringen; das Meldeverfahren für bestimmte Elektrogeräte darf nicht auf diese andere Regelung übertragen werden. Für Verbraucherprodukte, die ausschließlich der Sicherheitsnormeneinhaltung unterliegen, verlangt KATS in diesem Verfahren keine obligatorische Produktprüfung und ausdrücklich kein KC-Zeichen; produktspezifische Kennzeichnungspflichten bleiben bestehen. Weitere anwendbare Regelungen gesondert prüfen. Nicht vorsorglich für jedes Verbraucherprodukt ein Zertifikat beauftragen oder ein KC-Zeichen drucken.

Nachweis- und Übergabeverzeichnis

Der Abschluss besteht aus einer prüfbaren Akte und nicht aus der Nachricht „Test bestanden“. Das Verzeichnis ordnet jeden Nachweis seiner Quelle und seinem Zweck vor Versand und Verkauf zu. Amtliche Dokumente sind von internen Statuslisten zu trennen.

UnterlageFreigabefunktion
Verfahrensregisteraus amtlicher Einstufung; beim Antragsteller; zeigt offene Freigaben.
Technische Aktevom Hersteller/Werk; beim Antragsteller; verbindet Modell, Komponenten, Pläne und Muster.
Prüf-/Inspektionsnachweisevon zuständiger Prüfstelle; dokumentieren anerkannte Berichte und Fehlerbehebung.
Amtliche Einreichung/Entscheidungvon Annahmestelle oder RRA; beim Antragsteller; Nummer, Status und Modellumfang.
Kennzeichnung und Nachbetreuungvon Hersteller/Importeur; bei der verantwortlichen Firma; freigegebenes Etikett und Änderungsereignisse.

Typische Hindernisse und Abhilfe

Dies sind mögliche operative Fehler, keine automatischen rechtlichen Bewertungen. Bei Abweichungen ist die zuständige Prüf- oder Zertifizierungsstelle einzuschalten und die betroffene Variante bis zur Klärung zu sperren.

HindernisAbhilfe
ModellabweichungMuster, Zeichnung und Typenschild weichen ab: Kennzeichnung stoppen und Umfang bestätigen lassen.
Falscher PrüfumfangLabor nicht für die Leistung bestimmt: aktuelle Benennung vor Musterversand prüfen.
Werksaudit verzögertPrüfkapazität und tatsächlichen Fertigungsort rechtzeitig festlegen.
Parallelverfahren offenSicherheit erledigt, Funkbewertung fehlt: Freigabe sperren.
Später Teile-/FirmwarewechselSeriengerät weicht vom Testgerät ab: Änderung und Nachprüfung klären.

Freigabeprüfung für den koreanischen Markt

Die Freigabe gilt für die konkrete Modellvariante und jedes einschlägige Verfahren. Ein KC-Symbol oder bestandener Test allein reicht nicht für eine Einfuhr- oder Verkaufsfreigabe. Anforderungen vor Versand und Zollabfertigung müssen anhand der aktuellen Kategorie geprüft werden.

Sieht der zutreffende Weg weder Zertifikat noch behördliche Meldung vor, sind die geprüfte Kategorie, die erforderlichen Nachweise und die korrekte Produktkennzeichnung als Abschlussbeleg festzuhalten. Keine KC-Genehmigungsnummer erfinden und eine interne Checkliste nicht als Behördenentscheidung ausgeben.

  • Modell und verkaufte Varianten sind von den erforderlichen Nachweisen erfasst.
  • Alle einschlägigen Verfahren sind abgeschlossen; Antrag und Prüfbericht werden nicht als Genehmigung ausgegeben.
  • KC-Zeichen, Nummern, koreanische Warnungen und Hersteller-/Importeurdaten sind nach geltenden Regeln geprüft.
  • Seriengerät, Bauteile und Software entsprechen der geprüften oder genehmigten Konfiguration.
  • Antragsteller hat Bescheide, Prüfgrundlagen, Kontakte und eine Änderungs-/Vorfallroutine.

Änderungen nach der Freigabe

Zertifikat und Prüfergebnisse beziehen sich auf eine definierte Produktkonfiguration. Vor Änderungen muss der Verantwortliche mit der zuständigen Stelle klären, ob eine Ergänzung, weitere Prüfung, erneute Meldung oder Zertifizierung notwendig wird.

ÄnderungPrüfschritt
Sicherheitsbauteil, Nennwert oder Isolierung geändertAkte abgleichen und Nachprüfung klären.
Hersteller, Standort oder Anschrift geändertÄnderungsmeldung und Folgen für die Werksbewertung prüfen.
Neue Variante, Modellname oder NetzteilModellfamilie und Kennzeichnung erneut prüfen.
Funkmodul, Antenne, Firmware oder Frequenzen geändertRRA-Anforderungen und Sicherheitsnachweise getrennt bewerten.

Benachbarte Aufgaben und Leistungsgrenzen

Diese Seite behandelt Durchführung, Verantwortungsübergaben und Nachweise. Andere Beiträge erläutern Einstufungsstrategie, Laborprüfungen, Elektronik- und Funkverfahren sowie den Gesamtmarkt. Ein Dienstleistungsvertrag ersetzt keinen amtlichen Antrag.

Amtliche Quellen

Fragen zur Durchführung

Deckt ein KC-Zertifikat Elektrosicherheit und WLAN ab?

Nicht zwangsläufig. KC wird in mehreren Rechtsregimen verwendet. Ein WLAN-Produkt kann sowohl KATS-Sicherheit als auch RRA-Konformität benötigen; zwei eigenständige Abschlüsse und passende Modellangaben prüfen.

Genügt ein positiver Laborbericht für den Import?

Nein, wenn die jeweilige Kategorie Zertifizierung, bestätigte Meldung oder RRA-Entscheidung erfordert. Lieferantenkonformität und reine Normeinhaltung unterscheiden sich; Nachweise, Melde- und Kennzeichnungspflichten einzeln feststellen.

Sind Tests vor Bestimmung des koreanischen Importeurs möglich?

Vorprüfungen können mit dem Labor vereinbart werden, lösen aber weder die Frage nach dem berechtigten Antragsteller noch die Dokumentenangaben. Rollen und Vollmacht vor Einreichung festlegen.

Ersetzen CE-/IEC-Berichte koreanische Prüfungen?

Nicht automatisch. Anerkennung ausländischer Berichte oder gegenseitige Anerkennung kommt nur unter bestimmten Bedingungen infrage. Vor Budget- und Terminplanung schriftliche Bestätigung der koreanischen Stelle einholen.

Was passiert bei Werks- oder Funkfirmwareänderung?

Die geänderte Variante bis zur Prüfung zurückhalten. KATS führt Werk, Anschrift, Modell, Nenndaten und sicherheitsrelevante Teile als mögliche Änderungstatbestände auf; RRA separat einschalten.

Braucht jedes Verbraucherprodukt ein KC-Zertifikat und ein KC-Zeichen?

Nein. Maßgeblich ist die konkrete Kategorie in den aktuellen KATS-Listen. Elektrische Sicherheitszertifizierung, Lieferantenmeldung für Elektrogeräte, Lieferantenkonformität für Verbraucherprodukte und Sicherheitsnormeneinhaltung sind unterschiedliche Pflichten. Bei der letzten Kategorie schreibt KATS weder eine obligatorische Produktprüfung im betreffenden Verfahren noch ein KC-Zeichen vor; die produktspezifische Kennzeichnung bleibt notwendig. Kinderprodukt-, Funk- und weitere sektorale Vorgaben gesondert prüfen.

Verantwortlich für die Veröffentlichung: Khachatrian Razmik

Zuletzt aktualisiert: 2026-10-16

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